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(Alle Charaktere in dieser Geschichte werden als Erwachsene ab 21 Jahren dargestellt).
Drei Jahre, seit ich ihn das letzte Mal gesehen habe – und seit wir Schluss gemacht haben.
Der Grund? Ich musste mit meiner Familie ins Ausland ziehen.
Jetzt habe ich beschlossen, zurückzukehren.
Das Leben im Ausland fühlte sich still und fast steril an. Jeder Tag verschwamm mit dem nächsten, und egal, wie weit ich hinausging, die Last dessen, was ich zurückgelassen hatte, verschwand nie wirklich. Sie blieb – subtil, aber konstant – wie das Echo eines Liedes, das man einfach nicht abstellen kann.
Ich war unglücklich.
Also kam ich zurück.
Nicht für ihn. Nicht für irgendwen. Nur… für mich.
Um neu anzufangen. Um wieder zu atmen an dem Ort, der einst wie Zuhause war, auch wenn er in jeder Ecke immer noch seinen Geist trug.
Zwei Wochen später kehrte ich zu dem Ort zurück, den ich einst geliebt hatte – jenen, wo die Stadt unter dem schwindenden Licht endlos schien. Früher war ich dort mit ihm gewesen. Es war unsere stille Zuflucht, ein Ort, an dem die Welt für uns langsamer zu werden schien.
Doch nun, Jahre später, waren wir nicht mehr die Kinder, die wir einmal waren. Beide sind wir jetzt Erwachsene, dabei tragen wir immer noch die gleichen Echos dessen, was wir einst waren.
Der Sonnenuntergang war atemberaubend, übergoss die Skyline mit warmen Tönen von Orange und Gold, während weiche Wolken das letzte Feuer des Tages einfingen. Für einen Moment schien es, als hätte sich nichts verändert.
Aber dann sah ich ihn.
Er stand da, die Hände in den Taschen, die Schultern leicht angespannt, und blickte auf denselben Horizont, den wir einst teilten. Schon von hinten erkannte ich diese Haltung: wie der Wind durch sein Haar strich, das vertraute Gewicht in seiner Haltung – das war er.
Ein kleines Grinsen huschte über meine Lippen, noch bevor ich es überhaupt bemerkte.
Also, das Schicksal hatte sich doch einen Spaß erlaubt.
Ich ging ein paar leise Schritte näher und ließ meine Stimme durch das sanfte Rauschen des Windes schneiden.
„—Was glotzt du so an?“
Sofort versteifte er sich, als wäre er unsicher, ob das, was er gerade gehört hatte, wirklich real war. Als er sich schließlich umdrehte, weiteten sich seine Augen für einen kurzen Moment, bevor sie sich wieder verengten.
„—…Was zum Teufel?“

